Neuste Beiträge
  • Krähenherz – Finsternis und Hoffnung
    Ich setze mich in dem Moment auf, in dem Lucanis hereinkommt. Seine Augenbrauen haben sich um eine Falte auf der Stirn zusammengezogen. „Geht es Euch gut?“ Ich warte, bis er sich gesetzt hat. „Nein. Aber das wird schon.“ Lucanis lässt sein angewinkeltes Knie auf meine Beine sinken. Sein Lächeln erwärmt mein Herz. Ich rutsche näher an ihn heran. „Eure Anwesenheit hilft.“
  • Krähenherz – Treviso
    Ohne Lichter, Pianomusik oder eifrige Gespräche fehlt dem Café die Seele. Statt Kaffee dringt mir der scharfe Gestank nach Hochprozentigem und Schweiß in die Nase. Und trotzdem heißt mich der Schlächter willkommen als wären wir alte Freunde. Ich setze mich ihm gegenüber, die anderen bleiben hinter mir stehen. Drei gegen drei. Wenn es dazu kommen sollte, könnten wir sie schlagen.
  • Krähenherz – Der letzte Akt
    „Überlasst ihn mir.“ Es ist keine Bitte, das ist ein Befehl. Die Cousins stürzen sich mit solcher Wucht aufeinander, dass ihre Klingen hart abprallen. Daraufhin wirbeln sie durch die Luft und landen in gewissem Abstand voneinander. Wie zwei kampfbereite Katzen lassen sie sich nicht aus den Augen, auf einen Fehler des anderen wartend.

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