Ein Tag mit Schmerz
Kapitel
In Schmerzen gehüllt und ansonsten vollkommen nackt erwachte Phineas. Später bei den Johnsons am Tisch fühlte er weiterhin dieses blanke Ausgeliefert-Sein. Als könne jeder durch ihn hindurchsehen, ihm ansehen, was er getan hatte, welches Monster er wirklich war.
Es war ihm unmöglich, den Gesprächen zu folgen. Verzweifelt leckte er sich über die ausgetrockneten Lippen. Sein Kopf hämmerte und der Magen erinnerte ihn nur zu gut an den Morgen, den er über die Toilettenschüssel gebeugt verbracht hatte. Ihm war bewusst wie fertig er aussah. Candace harsche Worte drehten sich in seinem Kopf, führten einen Tanz mit Erinnerungsfetzen auf. Ich kann es nicht fassen, dass meine Brüder sich ausgerechnet vor meinem Verlobungsessen abschießen! Er schielte zu Ferb, der neben ihm saß. Wieso ignorierst du mich? Zuvor noch hatte er ihm Wasser und Tabletten gebracht, doch seitdem würdigte er ihn keines Blickes, was Phineas langsam in Panik versetzte, wie ein schleichendes Gift. Er spürte ein unsichtbares Gewicht auf seine Brust drücken, welches ihm das Atmen erschwerte. Schweiß sammelte sich auf der Stirn und in den Achseln und es kostete ihn alle Kraft zu lächeln und die Finger nicht stattdessen über die Arme zu kratzen.
Isabella, die ihm gegenübersaß, war so schön, dass es schmerzte. Wie konnte er ihrem Blick standhalten? Von ihrem Lächeln verschreckt, nahm er einen großen Schluck der selbstgemachten Limonade, die Augen schließend. Dass er mittlerweile überhaupt etwas bei sich behalten konnte, erschien ihm wie ein Wunder. Dennoch war jeder Schluck ein Kampf gegen den eigenen Körper. Phineas wusste, dass er sich bereits in der Nacht übergeben hatte, aber er hatte Schwierigkeiten sich daran zu erinnern, wie er ins Bett gekommen war. Ihm war nicht einmal klar, ob er sich selbst ausgezogen hatte. Dunkel zeichnete sich das Bild eines Taxis in seinem Kopf ab. Und Treppenstufen? Wieso Treppenstufen?
Die niedliche Stimme seiner Freundin wurde zu ihm getragen. Sie erzählte fröhlich irgendwas über die Familie. Verkrampft zwang er sich dazu, mit einem Ohr zuzuhören. Als die Hauptspeise gebracht wurde, kehrte angenehme Ruhe ein. Er beobachtete beeindruckt, wie viel Ferb verschlingen konnte, während er müde in seinem Beilagensalat stocherte. Der Mangel an Schlaf sorgte zusätzlich dafür, dass er nur einen Bruchteil dessen wahrnahm, was um ihn herum geschah.
Er schielte zu Jeremys Schwester Suzy, die neben Isabella saß und etwas verbittert auf ihren Teller schaute. Wie schnell die Zeit vergeht. Der Teenager wusste noch genau, wie klein sie gewesen war, als Candace und Jeremy begannen auszugehen. Jeremy wendete sich an die Brüder: „Was habt ihr in letzter Zeit gemacht?“ Uns auf der Toilette einer schäbigen Bar wild geküsst. Der Gedanke daran schickte einen roten Schimmer über seine Wangen. Das ist nicht, was er gemeint hat!
Ihm blieb die Luft weg, verkrampft hielt er sein breites Lächeln gerade aufrecht. Er zwang sich, nicht hilfesuchend zu Ferb zu schauen. Wie von außen sah er sich selbst dasitzen, korrigierte jedes Anzeichens, welches drohte, seine innere Anspannung zu verraten. Er fühlte etwas in sich brechen.
„Oh sie bauen ein Auto. Und es kann nicht mal fliegen.“ Candace Stimme katapultierte ihn ins Hier uns Jetzt zurück. „Manchmal glaube ich, dass sie langweilig werden.“ Sie kicherte. Ihr Verlobter knuffte sie sanft von der Seite: „Deine Brüder? -Niemals!“
„Candace, deine Familie, ist die coolste Schwiegerfamilie, die ich mir vorstellen kann.“ Jeremy erhob sein Glas, obwohl es kaum gefüllt war. „Auf die Flynn-Fletchers!“
Ich will hier raus! Alle stießen an, was eine Zeit dauerte. Zu seiner Beruhigung bemerkte Phineas, dass niemand ihm große Beachtung schenkte. Seine Mutter sowie Mrs. Johnson hatten nur Augen für das glückliche Paar und Isabella überraschenderweise ebenso. Suzy schien mit sich selbst beschäftigt, während die Väter untereinander ein Gespräch führten und Ferb schwieg wie gewohnt.
Beim Nachtisch entfaltete sich eine angeregte Unterhaltung zwischen Candace und Isabella, der Phineas halbwegs zuhörte. Er hatte aufgegessen, was seinem Magen tatsächlich eher gutgetan hatte und nun klebte sein Blick an den Grübchen seiner Freundin. Sie ist so fröhlich. Und ich bin gezwungen sie zu verletzten. Dabei sollte ich die Leben um mich herum besser machen! Bald würde er es beenden müssen. Der Kloß in seinem Hals wuchs bei diesem Gedanken, aber das Warten auf das Unausweichliche war fast schlimmer. Wie sollte er umringt von der Familie die Wahrheit loswerden?
War ein anderer Tag also besser? Nach der Schule? Sollte er einfach zu ihr rübergehen und ihre Welt zerstören? Ein kaltes Lachen wollte seinem geschwächten Körper entkommen, doch er unterdrückte es. Ich mache mir noch immer mehr Sorgen um sie als um mich selbst.
Dann geschah es. Die Worte entfalteten ihre Wirkung in Phineas, da hatte sich Ferbs ganzer Körper schon versteift. Vanessa, hallte es in ihm wider. Warum hören wir nichts mehr von Vanessa?
Oh, Candace! Entsetzt sah er Ferb aufstehen, fühlte Isabellas Augen voller Sorge auf sich.
„Frische Luft schnappen“, murmelte sein Bruder kurzangebunden, dann war er aus dem Raum verschwunden. Einen Augenblick später schlug die Haustür hörbar zu. Niemand wusste, etwas zu sagen, denn jeder spürte die unangenehmen Schwingungen. Wieso musstest du ihn nach Vanessa fragen? Phineas erhob sich.
„Ich bin sicher, es geht ihm gut. Ich sehe kurz nach.“
Im Flur hörte er wie Candace ihre Worte wiederfand: „Durfte ich das etwa nicht sagen?“ Und war froh, dass nicht er es war, der antworten musste.
Er fand Ferb etwas abseits ein paar Meter die Straße runter. Rauchend stand er da, mit hochgezogenen Schultern, den Rücken dem Haus zugedreht. Er berührte seinen Arm, um ihn zum Umdrehen zu bewegen. Da war wieder diese schreckliche Wut. Ferbs Gesicht war weit davon entfernt, Trauer zu zeigen, doch war es deutlich, dass sie für den Zorn verantwortlich war. Kalte, verletzte Augen flogen über Phineas hinweg. Ferb machte einen Schritt zurück und blies Rauch über die Schulter.
„Du musst es ihnen sagen.“ Phineas klang flehend. Skeptisch zog Ferb eine Augenbraue hoch, vermied es weiterhin, seinen Bruder direkt anzusehen. Er warf den Zigarettenstummel auf den Boden und trat ihn aus.
„Ach, so wie du ihnen die Wahrheit sagst?“ Da war nichts als Verbitterung. Aber das will ich doch! Er versuchte nach Ferb zu greifen, ihn zu festzuhalten, der aber auswich.
„Zusammen können wir das durchstehen. Ich kann dir helfen über Vanessa hinwegzukommen.“ Das hätte er nicht sagen sollen. Wut übernahm die Kontrolle, überschwemmte Ferb, sodass er am ganzen Körper zitterte.
„Kannst du nicht!“ Er zündete sich eine neue Zigarette an, ging ein paar Schritte, kam dann wieder zurück.
„Nie, werde ich sie vergessen,“ zischte er. „Ich will sie und niemand anderen!“ Phineas versuchte sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr dieser Satz weh tat. Sein Kopf hämmerte nun so schnell wie sein Herz. In Verzweiflung begann er zu schreien: „Aber du hast sie verlassen!“ Ferb machte einen wütenden Schritt auf ihn zu. Er schnaubte wie ein Stier, der bereit war, zuzuschlagen. Langsam öffnete er den Mund, sagte nichts.
„Bitte, wir können doch zusammen alles schaffen…“
„Wir sind aber keine Kinder mehr!“, brüllte Ferb dazwischen. „Was glaubst du eigentlich, was das hier ist? Wir sind Brüder! Ich habe dir geholfen! Du wolltest Druck loswerden und ich habe dir gegeben, was du gebraucht hast. Was wünschst du, das passieren wird? Wir machen das öfter und es ist kein Problem? Wenn du das glaubst, bist du sogar noch unreifer, als ich dachte!“
Er konnte nichts mehr sehen oder wahrnehmen außer Trauer und Schmerz. Er wollte nach Hause rennen, aber zwei Häuser weiter brach er einfach an einer Ecke zusammen. Von da kroch er zu einem großen Stein, setzte sich darauf und weinte so heftig, wie noch nie in seinem Leben. Schnell war sein Gesicht völlig nass. Er schluchzte und schluchzte auf den Boden starrend. Phineas Flynn wollte nicht mehr existieren. Hätte er gekonnt, wäre er in der Materie des Steins verschwunden. Sein Herz war gebrochen. Wie sollte es weitergehen? Wie zur Hölle sollte er je wieder aufstehen? Der Gedanke an Ferb tat so unendlich weh. Die bittere Erkenntnis, dass der Schmerz sich immer immer IMMER steigern ließ war einfach da. Sein ganzer Körper bebte. Wie sollte er je diesen wutentbrannten Blick vergessen? Wir sind Brüder! – Aber Brüder küssen sich doch nicht! Brüder machen nicht, das, was wir getan haben!
„Wieso lässt du mich allein?“, flüsterte er in den Wind.
Es war zerstört! Das Band, was sie zusammengehalten hatte, er hatte es eigenhändig zerrissen! Das war alles ein Fehler, er hätte es nie so weit kommen lassen dürfen! Phineas sah die hässlichen Tränenflecken vor sich. Er wollte schreien und wagte es doch nicht. Woher hätte er auch die Energie dafür nehmen sollen? Niemand kam, um ihn zu suchen. Er konnte sich nicht bewegen. Seine Gedanken drehten sich und kamen dennoch nicht von der Stelle. Es kostete ihn alle Kraft eine andere Haltung anzunehmen. Ich habe Angst. Wie kann er so küssen und mich dann unreif nennen? WIE? Die Tränen waren heiß und doch fror er. Seine Fingerspitzen fuhren über die zerkratze Haut unter den hochgekrempelten Ärmeln. Bewusst fügte er eine weitere Furche hinzu, beobachtete wie die Haut aufquoll, sich ihm rot entgegenwölbte. Phineas spürte es nicht. Der Schmerz in seinem weinenden Herzen machte den Rest dumpf. Was ist aus mir geworden?
Wenn der Tränenstrom kurz weniger wurde, sah er Ferb vor sich. Sein strahlender Ritter, der ihn vom Pferd warf und davonritt. Könnte ich doch nur irgendwie neu anfangen! Das hier bin nicht ich …Das Schlimmste war, dass er damit gerechnet hatte. Das Ende hatte sich überraschend viel Zeit gelassen. Auf der anderen Straßenseite lief eine Gruppe spielender Kinder vorbei, die ihn anstarrte. Phineas blickte nicht zu ihnen auf, doch unterdrückte das Schluchzen bis sie vorüber waren. Es ist seltsam, hier weinend zu sitzen. Jeder kann mich sehen, den gebrochenen Teenager, und doch bin ich allein.
Ich kann mir ein Leben ohne eine Beziehung vorstellen, ein Leben, in dem ich auf meine wahre Liebe verzichte, aber kein Leben ohne ihn! Er bewegte den Kopf hin und her, als wolle er dem Netz der Gedanken entkommen. Ich habe zugelassen, dass die Grenze überschritten wird und es kein Zurück mehr gibt. -Er aber auch! Wieso hat er es mich nicht einfach mit Felix tun lassen? Warum hilft er mir und stößt mich dann weg?
„Ja, wieso Ferb?“, murmelte er, verwundert, dass die salzigen Lippen noch Worte formen konnten. Gänsehaut bildete sich, sodass er die Ärmel wieder herunterzog. Es gelang ihm, das extreme Schluchzen einigermaßen unter Kontrolle zu bekommen. Er hörte Schritte und warf einen scheuen Blick die Straße runter. Eine schlanke Figur mit schwarzem Haar blickte sich suchend um. Dann kam Isabella auf ihn zu. Phineas wischte sich das Gesicht trocken. Er fühlte Scham und Erleichterung zugleich. Je näher Isabella kam, desto schneller wurde sie. Als sie ihn erreichte umschloss sie ihn mit den Armen, was einen neuen Schwall Tränen auslöste.
„Was ist passiert? Ferb ist einfach weggefahren und du sitzt hier!“ Ihre Umarmung hätte wohltuend sein sollen, wäre der Teenager nicht plötzlich von Schuld eingeholt worden. Stattdessen setzte das Schluchzen wieder ein, diesmal heftiger als je zuvor. Ihr Geruch, ihre Weichheit, das war alles zu viel. Sie tröstete ein Monster. Er wollte sich lösen, aber unter dem Beben seines Körpers fand er keine Kraft dafür. Es tut mir so leid. Es tut mir so leid, dass du mich so sehen musst. Es tut mir so leid, dass ich nicht der sein kann, den du dir wünschst.
„Wir haben uns gestritten“, japste er. Mütterlich strichen Isabellas Hände über seinen Rücken.
„Ssschhhh…. es ist alles gut“, versuchte sie ihn zu beruhigen.
Absolut nichts ist gut!
Bis die Tränen versiegt waren dauerte es lange. Isabella zog sich zurück und sah Phineas ins aufgequollene rote Gesicht, aber er konnte ihrem Blick nicht standhalten. Beschämt fummelte er am Saum des Pullovers herum, während sie die letzten Tropfen trocknete.
„Phin, ich… ich weiß, dass willst du nicht hören, aber ich glaube Ferb ist kein guter Einfluss mehr.“
„Ferb ist das Beste, was mir je passiert ist!“ Kindlicher Trotz lag in der dünnen Stimme, doch einen Moment später zweifelte er schon an der Wahrheit dieses Satzes.
„Lass uns zurückgehen“, schlug Isabella vor und griff nach seiner Hand. Bei dem Gedanken die ganze Familie Johnson würde ihn besorgt beobachten und unangenehme Fragen stellen, sträubte sich alles in ihm.
„Können wir nach Hause laufen?“
„Aber deine Schwester!“ Isabella probierte erneut, Phineas auf die Beine zu ziehen. „Sie hat es besser unter Kontrolle, aber ich weiß, dass sie wütend auf euch ist.“
„So habe ich mir den Tag auch nicht vorgestellt“, murmelte Phineas. Nein absolut nicht … Erschöpft erhob er sich. Müdigkeit und Leere war das einzige, was er jetzt noch fühlen konnte. Er schluckte, kratzte allen Mut zusammen, den er noch irgendwo hatte, und brachte es über sich, Isabella direkt anzusehen.
„Bitte?“, fragte er sanft. Das Fireside Girl gab nach. Phineas fragte sich, ob es etwas gab, das sie nicht für ihn tun würde.
„Ich erkläre es eben deiner Schwester“, sagte sie das Smartphone zückend. Was auch immer sie schrieb, er wusste, es würde besser werden als alles, was er zustande bringen könnte.
Während sie durch die Wohngebiete liefen wurde Phineas‘ schlechtes Gewissen stetig schwerer. Er könnte es ihr sagen, sie waren perfekt alleine. Oh Gott, ich kann nicht! Wer würde mir dann noch bleiben? Dabei war auch ein Bisschen Selbstschutz im Spiel. Er wusste nicht, was er sich möglicherweise antun würde, wenn sie jetzt Schluss machten.
Jeder Schritt fühlte sich an als würde er durch Matsch waten. Er schwitzte und sein Herzschlag wollte sich einfach nicht beruhigen. Isabella war sehr geduldig. Sie plauderte ruhig mit ihm und es schien sie nicht zu stören, wenn er manchmal nicht antwortete.
„Ich will mich nur hinlegen und schlafen“, sagte Phineas in eine plötzliche Stille hinein. Die Schwarzhaarige hielt kurz inne. ‚
„Was ist gestern Abend passiert?“, fragte sie zögerlich. Nichts!
„Es ist alles so verschwommen“, meinte Phineas wahrheitsgemäß. Er traue sich nicht mehr, sie anzublicken.
„Es ist nur … Ich wundere mich, dass du so viel getrunken hast. Schon auf Hollys Party habe ich mir Sorgen gemacht.“ Sie zögerte, das auszusprechen, was ihr offensichtlich auf der Zunge lag. „Ist wirklich alles in Ordnung mit dir?“ Nein, nein, bitte frag mich das nicht! Nicht jetzt! Eine Träne stahl sich aus dem linken Auge, wo er sie hektisch wegwischte. In Panik sagte er das Erste, was ihm einfiel: „Mich nimmt es mit, Ferb so unglücklich zu sehen. Ich will für ihn da sein, aber er lässt es kaum zu. Unter Alkohol öffnet er sich immerhin manchmal …“
„Versprich mir nur, dass du dich selbst dabei nicht vergisst.“ Er konnte nicht sagen, ob sie seinen Worten Glauben schenkte oder er nur mehr Sorgen verursachte.
„Ich wünschte, dass alles wieder so ist wie früher.“ Eine Sekunde später lagen sie sich in den Armen und Phineas schöpfte Hoffnung. Vielleicht, ganz vielleicht, bestand die Möglichkeit, dass sie eines Tages doch normale Freunde sein konnten – wie früher.
Den Rest des Tages verbrachte er in seinem Zimmer. Immer wieder schlief er etwas, dann schaute er ein paar Folgen einer Serie. Ferb war von den Johnsons anscheinend nicht nach Hause gefahren und Phineas fragte sich mehrfach, ob das Rohrbruch so früh öffnete. Candace versuchte mit ihm zu reden, doch er tat so, als würde er tief schlafen. Er wusste nicht wie es weitergehen sollte. Ohne Ferb fühlte er sich so einsam wie noch nie. Verzweifelt klammerte er sich an die Hoffnung, dass Isabella ihm verzeihen würde. Mut es ihr zu sagen, würde er die nächsten Tage irgendwie aufbringen müssen. Ich habe nur keine Ahnung wie. Mehr und mehr realisierte er, dass er sich mit dem Zustand des Alleinseins anfreunden musste. Er fragte sich, ob er irgendwo eine falsche Entscheidung getroffen hatte.
Hatte er Isabella wirklich betrügen müssen, um sicher zu sein, dass er sie nicht liebte? Nie geliebt hatte? Gerne wollte er dies glauben. Von draußen hörte er ein Schnarren und er stand auf, um Perry hereinzulassen.
„Solange ich dich habe, bin ich nie ganz allein“, flüsterte er dem Tier zu und er hätte schwören können, dass Perry zur Antwort nickte. Das war möglicherweise schon genug. Ein gutmütiges Haustier, das nicht viel tat, aber sehr für ihn da war.

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