Der beste Bruder der Welt – Schrecksekunde

Schrecksekunde

Überglücklich fiel Phineas seinem Bruder in die Arme, der überrumpelt zurücktaumelte und einen lauten Rülps ausstieß. Er wollte den anderen fester drücken, aber Ferb befreite sich aus den gierigen Armen. Er musterte Phineas kurz skeptisch, bevor er sich schwankend an ihm vorbei durch die Tür schob. Der Zurückgelassene tat sich schwer damit, die Haustür zu schließen. Irgendetwas war nicht richtig und das lag nicht an Ferbs Geruch nach Schweiß und Zigaretten. Was war ihm entgangen?
  Sich an den Wänden abstützend, lief er zum Zentrum der Party, ohne wirkliches Ziel. Als er die wieder volle Küche durchqueren wollte, entdeckte er seinen Bruder mit einer Gruppe Shots trinken. Er selbst nahm sich einen neuen Becher und suchte Isabella. Während er gespielt hatte war sie ein paar Mal gekommen, um nach ihm zu sehen, doch das fühlte sich wie eine Ewigkeit zuvor an. Dass die Band aufgehört hatte, merkte er erst jetzt. Dies erklärte die vielen Leute im Haus. Die Menge vor der Terrasse hatte sich aufgelöst, wenige saßen noch auf dem Bühnenrand. Phineas sah Grüppchen um die Stehtische versammelt und ein Pärchen hatte entschieden, dass es Zeit war den Pool einzuweihen. Eng umschlungen und in ihrer Unterwäsche tummelten sie sich im Wasser.
  Seine Freunde fand er weiter hinten an einem Lagerfeuerplatz auf groben Steinplatten im Kreis sitzen. Fast alle hatten sich hier zusammengefunden: Buford, Baljeet und Ginger, Katie und Django, Gretchen und Milly, und Isabella und Adyson. Er ließ sich unkoordiniert neben seiner Freundin fallen, wobei sein Getränk überschwappte. Hoffentlich hat das niemand gesehen.
  Einige Zeit lauschte er den Gesprächen und ließ langsam im Schutze der Dunkelheit eine Hand unter Isabellas Po gleiten. Bald war sein Becher leer, sodass er sich voll und ganz darauf konzentrierte, sie zu streicheln. Er fühlte sich direkt nüchterner, während seine Erregung zunehmend stieg. Wenn sie beide jetzt aufs Zimmer gehen würden, wäre das zu verdächtig? Ach, sollen es doch alle wissen, mir ist es egal! Gerade fühlte er sich bereit, er wollte es endlich getan haben.
  Adyson stand auf und mischte sich unter die anderen Gäste. Buford entdeckte dadurch, was die Hand seines Freundes tat und kam näher.
  „Na, was machst du gerade?“, flüsterte er Phineas mit hochgezogenen Augenbrauen ins Ohr.
  „Meine Hand wärmen“, gab dieser neckisch zurück. So schlagfertig wäre er sonst nicht gewesen.
  Buford stupste ihn grob an und sagte etwas zu laut: „Ich würde auch gerne einen so schön knackigen Hintern anfassen.“ Wenige Sekunden später war er von drei wütenden Mädchen umzingelt, die seine Aussage mitbekommen hatten. Ginger schlug ihn mit dem Handrücken auf den Arm, während Isabella und Milly den Mut aufbrachten, ihn zu kitzeln.
  „Hey, hey! Das ist unfair!”, japste Buford unter der Erschütterung seines Lachens. „Rache!“, schrie er mit der restlichen Luft, was aufgrund seiner Vergangenheit eindrucksvoll hätte klingen können, aber seine jammernde viel zu hohe Stimme, wirkte nur lächerlich. Als sie ihn freiließen murmelte er zu Phineas: „Ich könnte mich wehren, doch ich schlage keine Frauen.“
  Im Aufstehen fragte er laut: „Mag irgendwer was trinken?“ Phineas wollte! Er fühlte sich wohl. Dieses herrlich aufgekratzte Gefühl vermischt mit einer unterschwelligen Erregung gefiel ihm. Ob Isabella seinen Zustand weiterhin gutheißen würde, fragte er sich nur kurz. Dann entschied er, dass sie die beste Freundin war, die auch seine Macken tolerierte und liebte. Sie hatte sich zu Milly und Gretchen gesetzt und warf ihm einen Kussmund zu, als hätte sie gespürt, dass er in diesem Moment an sie dachte. Später formte er mit seinen Lippen.
  „Warte, ich komm mit.“ Lief er einem plötzlichen Impuls folgend Buford hinterher. Er bemerkte jetzt, dass sich dieser besonders schick gemacht hatte.
  „Und? Hast du schon jemanden kennengelernt?“
  „Hey, stress mich nicht! Nicht jeder kann es so einfach haben wie du. Ich habe keine hübsche Nachbarin in meinem Alter.“ Buford hatte sich zu Phineas umgedreht, der kurz davor war auszuplaudern, dass „einfach“ es nicht im Geringsten traf, sich aber im letzten Moment besann. Am Pärchen im Pool vorbeilaufend, beugte sich der großgewachsene Teenager zu ihnen runter und schrie so laut er konnte „Buh!“. Die beiden stoben erschrocken auseinander und alle Anwesenden, die es mitbekamen, brachen in Gelächter aus. Manche Dinge änderten sich wohl nie.
  In der Küche angelangt, suchte Phineas instinktiv nach Ferb und fand diesen auf dem Boden sitzend mit einer Zigarette in der einen, einer halbvollen Flasche klaren Inhalts in der anderen Hand. Den Arm hatte er um einen offensichtlich ähnlich Betrunkenen gelegt, der in diesem Moment nach der Flasche griff und lallend etwas sagte. Ferb winkte wild, sobald er ihn erblickte, sodass die Zigarette durch die Küche flog. „Das ist mein neuer Freund Tony“, stellte er den Betrunkenen vor und ignorierte die Korrektur zu „Tobi“. Er beugte sich zu den beiden.
  „Nett dich kennenzulernen. Ich bin Phineas, Ferbs Bruder.“ Es wäre so viel einfacher, wenn ich das nicht wäre.
  Tobi war dünn gebaut und hatte langes glattes Haar, welches so dunkel war, wie sein komplettes Outfit. Die Augen waren vom Alkohol getrübt und er musste sie zusammenkneifen.
  „Bischt du auch im Club … der einsamen Herzen?“ Das Formulieren der Frage hatte lange gebraucht. Phineas sah sich hilfesuchend zu Buford um, der mit den gefüllten Bechern in den Händen die drei belustigt beobachtete, aber so tat als hätte er die Frage nicht gehört. Ferb verdrehte die Augen und nahm den Arm runter, was so viel heißen sollten wie: Natürlich ist er das nicht. Club der einsamen Herzen? Phineas sah seinen Bruder an, dachte an dessen Verhalten der letzten Tage, daran, dass dieser jetzt jeden Tag in der Schule rauchte und rief sich in Erinnerung wie spät er stets heimkehrte. Dann dämmerte es ihm und es war klar, was ihn schon bei Ferbs Ankunft irritiert hatte.
  „Wo ist Vanessa?“
  Der Name löste ein sichtbares Schaudern im sonst so entspannten jungen Mann aus. Ferb trank mehrere Züge aus der Flasche, ohne das Gesicht zu verziehen. Phineas war näher gerückt, wollte seine Hand ergreifen und ihn an der Flucht ins Schweigen hindern. Seine Hochstimmung war wie weggefegt.
  „Sie ist weg“, brachte Ferb mit geschlossenen Augen über die Lippen. Sein Körper bebte und er nahm einen weiteren Schluck, bevor er sich wackelig auf die Beine hievte. Phineas schaffte es, schnell genug zu reagieren und stützte ihn, sodass die Bowle, welcher der Grünhaarige gefährlich nahegekommen war, nicht ins Schwanken geraten konnte.
  „Klo“, befahl der Größere. Die Schnapsflasche behielt er in der Hand. Mit den Augen versuche Phineas Buford klarzumachen, dass er ihn bei den anderen entschuldigen sollte. Er musste sich zuerst um seinen Bruder kümmern.
  Es kostete Mühe, den anderen sicher durch den Flur zu bringen. Ferb lehnte sich schwer auf ihn und machte seine ohnehin nicht mehr sicheren Schritte nicht gerade leichter. Leider gab es eine Schlange. Die Anstehenden sahen nicht danach aus, als würden sie für ein betrunkenes High-School-Kind ihren Platz aufgeben.
  „Lass uns hoch gehen“, entschied Phineas vor der Treppe in den ersten Stock stehend. „Kannst du dich kurz allein auf den Beinen halten?“ Er ließ Ferb sich am Treppengeländer festhalten, während er die Barriere wegräumte, welche Holly gegen partywütige Gäste aufgestellt hatte.
  Der Aufstieg erwies sich als schwierig und bald perlte der Schweiß an Phineas herunter. Wie eilig hatte es Ferb? Sicherheitshalber spornte er sich an. Die letzten Stufen zwangen ihn dazu, schnaufend nach Atem zu ringen. „Gleich sind wir da“, sagte er mehr zu sich selbst, als zu seinem Bruder, welcher versuchte ihm Gehen an der Flasche zu nuckeln. Umständlich öffnete er die Badezimmertür und schob den anderen herein, hoffend, dass dieser keine Hilfe bräuchte. Erschöpft lehnte sich Phineas gegen die haltgebende Wand und lauschte. Nach einer Ewigkeit hörte er das Geräusch eines kleinen Wasserfalls und dazu ein befriedigtes Seufzen. Nachdem die Spülung und das Waschbecken zu hören gewesen waren, kam Ferb allerdings nicht heraus. Phineas fluchte ins sich hinein und klopfte sanft.
  „Ist alles in Ordnung?“ Er legte das Ohr an die Tür und konnte ein Rascheln hören. „Darf ich reinkommen?“
  Keine Antwort. Unsicher drückte er die Klinke – es war keine Überraschung, dass Ferb nicht abgeschlossen hatte – und schielte durch den schmalen Spalt. Er erspähte Ferbs T-Shirt auf dem Boden. „Ich komme jetzt rein“, informierte er den anderen, wobei er nicht wusste, ob dieser überhaupt zuhörte. Ferb saß mit nacktem Oberkörper auf dem Duschvorleger und lehnte sich gegen den Rand der Badewanne. Die Flasche hatte er sich zwischen die Beine geklemmt.
  Phineas ließ sich neben ihn auf den kühlen Boden fallen. Ohne etwas zu sagen, entzog er Ferb die Flasche und stellte sie weit links von sich. Er sollte genug haben. Ein protestierender Laut war zu hören, aber es wurden keine Anstrengungen unternommen den Alkohol wiederzubekommen. Stattdessen ließ Ferb den Kopf auf die Schulter des anderen sinken. Die Wolke aus Schweiß und Zigaretten war jetzt viel deutlicher, aber er konnte darunter auch Reste des Deodorants riechen.
  Phineas blickte auf die definierten Muskeln, die er schon so oft gesehen hatte und die ihn trotzdem – selbst in diesem Moment – anzogen.
  „Wieso hast du dein Shirt ausgezogen?“
  „Ich will es nicht mehr.“
  Sein Herz klopfte so laut, dass er sich fragte ob Ferb das Pochen seiner Schlagader sehen konnte. Wieso hatte der andere nichts von der Trennung erzählt? Er hätte ihm doch helfen können! Sie hätten sich gegenseitig helfen können. Wie gelähmt saß er da, die wilden Haare seines Bruders im Gesicht. Wann waren sie so lang geworden? Aus dieser Perspektive konnte er jedes kleine Detail erkennen. Seine Hand begann wie von selbst, Ferbs Rücken zu streicheln. Es dauerte bis er den Mut aufbrachte, die Frage zu stellen, die ihm auf der Zunge lag:
  „Wieso hast du mir nichts davon erzählt?“
  Ferb bewegte sich, sodass er ihm nun direkt in die Augen sah. Er hatte das Gefühl, dass sie näher aneinander waren, als es sein sollte.
  „Wieso hast du mir nicht von deinen Problemen mit Isabella erzählt?“, konterte er. Phineas sah den Schmerz in den kristallblauen Augen, der diese fast schöner machte. Er wusste davon – natürlich. Seine Schauspielkünste konnten vielleicht die restliche Welt täuschen, aber nicht Ferb. Im Endeffekt hat er nur Eins und Eins zusammenzählen müssen, dachte Phineas. Ich habe ihm gesagt, dass Isabella und ich keinen guten Abend hatten und dann habe ich bei ihm geschlafen – zwei Mal. Es schmerzte, dass sein Bruder ihn selbst aus der Distanz heraus verstand, er selbst hingegen nicht einmal geahnt hatte, was vorging.
  „Möchtest du darüber reden?“, fragte er in die Stille hinein.
  „Möchtest du?“, fragte Ferb zurück.
  Phineas ergriff die Schnapsflache und trank. Es schmeckte furchtbar und brannte, doch er machte weiter bis er das Gefühl hatte, ihm käme Magensäure entgegen. Hustend reichte er die Flasche weiter.
  „Ich fühle mich von jemand anderem angezogen.“ Wo zum Teufel sollte er hinblicken? Es waren die vielleicht schwersten Worte, die er jemals hatte aussprechen müssen. Danach fühlte er sich klein und hilflos, sodass es diesmal er war, der sich ankuschelte. Was würde jetzt passieren? Würde Ferb ihn verurteilen? Er hatte damit gerechnet, angeschrien und geschüttelt zu werden, wie dumm er sei, die perfekte Freundin in Frage zu stellen, doch nichts dergleichen geschah.
  „Weiß Isabella davon?“, fragte Ferb ganz neutral.
  „Es könnte sein, dass sie es befürchtet.“ Dann kamen ihm die Tränen. „Ich hab sie angelogen. Ich habe ihr gesagt, ich wäre mir einhundert Prozent sicher, aber das stimmt nicht. Ich habe ihr Vertrauen missbraucht, dabei wollten wir doch heute miteinander schlafen.“ Er schluchzte laut und musste die plötzlich laufende Nase hochziehen. Die Tränen rannen an Ferbs nackten Brust herunter und wurden auf der dunklen Hose unsichtbar.
  „Ich will sie nicht verlieren.“
  Etwas unsanft tätschelte Ferb ihm den Rücken. Phineas rechnete damit, dass dieser ihn auf den offenen Widerspruch aufmerksam machen würde, denn wie konnte er sie halten und zugleich jemand anderen wollen? Ich empfinde aber etwas für sie! Sie ist wunderschön und sexy und meine beste Freundin. Er erinnerte sich an seinen Plan. Bald werde ich es wissen. Aber heute war erstmal sein und Isabellas Abend!
  „Ich wusste, dass ihr es nie getan habt“, murmelte Ferb. „Es wird dich süchtig machen.“ Sein tröstendes Streicheln wurde zu einem brüderlichen Klopfen. Phineas wischte sich das Gesicht trocken und benutzte das weggeworfene Shirt als Handtuch für Ferb. Dann nahm er noch einen Schluck Schnaps. Es schmeckte genauso furchtbar wie er sich fühlte, aber immerhin gab es jetzt einen Menschen auf der Welt, der wusste, wie es um ihn stand. Auch wenn dieser nicht ahnte, dass genau er der Grund dafür war.
  Sein Magen rumorte und bewegte die viele Flüssigkeit laut von der einen auf die andere Seite. Irgendwie hatte seine Hand den Weg auf die seines Bruders gefunden, was diesen nicht zu stören schien. Er wollte es aussprechen, es endlich loswerden, doch er wagte es nicht.
  „Ich glaube ein Typ hat mit mir geflirtet“, sagte er stattdessen.
  Aus Ferbs Reaktion ließ sich keine Emotion ablesen. Er blinzelte nur und begann in seinen Hosentaschen zu kramen, wofür er die Hand wegnahm. Bevor Phineas ihn daran hindern konnte, hatte er eine zusammengequetschte Schachtel hervorgeholt und sich daraus eine Zigarette angezündet. Sichtbar beruhigte er sich nach zwei, drei Zügen daran.
  „Sie hat mich nicht verlassen, ich habe es beendet“, brach Ferb das Schweigen. Er bereut es.
  „Liebst du sie noch?“
  „Liebe ist ein starkes Wort.“ Er blies Rauchringe über ihre Köpfe. „Es war richtig. Wir haben ständig gestritten und sie hatte nie Zeit für mich. Und dennoch …“ Phineas konnte den Schmerz beinah fühlen. Er fragte sich, ob er auch so enden würde. Noch glaubte ein Teil von ihm, wahres Glück in der Beziehung zu Isabella zu finden. Ansonsten bleibe ich allein. Denn am Ende mit Ferb zusammen zu sein – das war absolut unmöglich. Und ein anderer Mann? Das erschien ihm ähnlich unwahrscheinlich. Er konnte sich nicht vorstellen, je einen vergleichbaren Menschen wie seinen Bruder zu finden. Jemanden, der seine verrückten Einfälle nicht bloß akzeptierte, sondern unterstützte. Wenn seine Beziehung nicht halten würde, war er daran schuld und dann hatte er es nicht verdient jemals glücklich zu werden.
  „Möchtest du mit Männern flirten?“, griff Ferb das eben Gesagte auf.
  Er spürte, dass sein Bruder ihn nicht verurteilen würde. „Ich weiß es nicht. Sollte ich ihm meine Nummer geben?“
  Phineas ließ sich erschöpft zurücksinken. Er schloss kurz die Augen, jedoch drehte sich alles, sodass er zum Waschbecken ging und sich das Gesicht kühlte. Hunger machte sich in seinem Magen breit. Ferb zuckte träge mit den Schultern.
  „Ich denke du solltest dich entscheiden, was du willst.“ Genau da liegt das Problem.
  Er fühlte sich so unsicher auf den Beinen, dass er das Wasser direkt aus dem Hahn trank. Der andere hatte währenddessen fertig geraucht und machte das Fenster auf, um die Kippe herauszuwerfen.
  „Willst du dich nicht wieder anziehen?“, fragte er, nachdem Ferb sich zurück auf den Vorleger gesetzt hatte. Phineas fischte das Shirt vom Boden und hielt es ihm hin. Er wollte diese Muskeln nicht länger sehen. Das Ganze war auch so schon schwer genug!
  „Wir könnten auch tauschen, wenn du dich in meins quetschen möchtest“, bot er als Alternative an. Ferb nickte. Mit zitternden Fingern öffnete Phineas daraufhin die Knöpfe seines Hemds. Sich heute auszuziehen hatte er mit anderem Publikum erwartet. Plötzlich riss die Badezimmertür auf und zwei Mädchen etwa Anfang 20 starrten sie an.
  „Upps“, kicherten sie und schlugen die Tür wieder zu.
  „Schließt nächstes Mal ab Jungs“, rief eine vom Flur aus.
  „Und vergesst nicht, die Kondome zu entsorgen“, fügte eine zweite Stimme hinzu.
  Ferb lachte, doch Phineas war feuerrot. Weil er in der Bewegung erstarrt war, hievte sich sein Bruder auf die Beine und schielte unter der Tür durch.
  „Sie lauschen noch“, flüsterte er. Phineas sagte im Stillen ein Dankgebet, dass es nicht Isabella gewesen war, die beide so gesehen hatte. Er versuchte, die Kontrolle über seine Finger zurückzugewinnen, doch sie versagten ihm den Dienst. Ferb stand dicht bei ihm, auf das Hemd wartend. Er summte eine Melodie vor sich hin. Sein ungeduldiger Blick sagte so viel wie: Bist du sicher, dass du das schaffst? Aufgebend zog der Teenager das Hemd einfach über den Kopf und gab es Ferb. In seiner Phantasie wurden die Knöpfe langsam mit den geschickten Fingern des Gegenübers geöffnet. Der Gedanke bereitete ihm Gänsehaut, sodass er eilig das verschmähte T-Shirt überstreifte. Es war leicht feucht und roch exakt wie Ferb.
  Dieser hatte selbst mit dem weißen Hemd zu kämpfen, doch lag das eher daran, dass der Stoff über seiner Brust etwas spannte. Achselzuckend ließ er die oberen Knöpfe auf. Die Mädchen draußen waren immer noch nicht gegangen. Dreist klopften sie.
  „Hallo? Ihr braucht wegen uns nicht schüchtern zu sein.“ Ohne Vorwarnung riss Ferb an der Tür, an welche sich die beiden gelehnt hatten.
  „Wir sind leider schon fertig“, sagte er mit solch einer Überzeugung, dass Phineas staunte. Erhobenen Hauptes stolzierte er an ihnen vorbei und blieb vor dem Treppenabsatz stehen.
  „Darling, kommst du?“, fragte er in Phineas Richtung, der noch im Bad stand. Ein Lächeln huschte über dessen Gesicht. Die Freude war zurückgekehrt. So gut er konnte, eilte er zum anderen und ergriff die Hand, die ihm entgegengestreckt wurde.
  Als die Mädchen im Bad verschwanden, stützten sich beide jungen Männer gegenseitig auf dem Weg ins Erdgeschoss. Dort angekommen brachen sie in lautes Gelächter aus, das ihnen viele fragende Blicke einbrachte.

„Ach hier seid ihr. Euer Auftritt – es wird Zeit.“ Die leicht gehetzte Gastgeberin hatte die beiden erspäht, packte sie an den Handgelenken und zog sie mit. Vor der Bühne angekommen musterte sie sie kurz.
  „Ihr habt euch extra umgezogen – süß.“ Dann schob sie die beiden nach draußen. Phineas atmete einmal tief durch, warf Ferb einen aufmunternden Blick zu und ging zum Mikrofon: „Hey, ich bin Phineas und das ist Ferb und wir sind sozusagen Akt zwei.“
  Eine kleine Menge blickte ihn erwartungsvoll an. Er konnte Buford und Baljeet jubeln hören und er erkannte den Sänger der Vorgängerband skeptisch an die Wand gelehnt. Im Mittelpunkt des Geschehens zu sein, hatte für Phineas noch nie ein Problem dargestellt. Ohne zu zögern, griff er die Gitarre, gab Ferb das Zeichen und sie legten los.
  „I want to break free
  I want to break free
  I want to break free from your lies
  You’re so self-satisfied, I don’t need you
  I’ve got to break free…”*
  Das fühlte sich richtig an. Obwohl sie nicht geübt hatten, waren sie von Beginn an in perfekter Harmonie. Die Musik beflügelte und ließ die Brüder über die Terrasse tanzen. Phineas hielt Ferb das Mikro hin und zusammen sangen sie mit einer Kraft, die mehr und mehr Partygäste als Zuschauer versammelte und denen, die sie nie zuvor gehört hatten, die Müder offen stehen ließ.
  “I’ve fallen in love
  I’ve fallen in love for the first time
  And this time I know it’s for real
  I’ve fallen in love, yeah.”
  Sie sangen und sahen sich dabei in die Augen. Für Phineas war es, als wäre all seine Anspannung von ihm gefallen und er würde das erste Mal seit Tagen die Wahrheit sprechen. Er spürte das Band, das ihn mit Ferb verknüpfte, enger werden und plötzlich sang er nur noch zu ihm.
  „But life still goes on
  I can’t get used to living without, living without
  Living without you by my side
  I don’t want to live alone, hey
  God knows, got to make it on my own…”
  Als die letzte Note ertönte brachen die Zuschauer in wilden Applaus aus. Phineas und Ferb waren im Rausch. Grinsend verbeugten sie sich kurz. Sie wussten dies war einer ihrer besten Auftritte und er hatte gerade erst begonnen. Sie hörten ihre Freunde jubeln und kreischen und sahen mit Genugtuung die neidischen Gesichter der Collegeband. Ohne Pause zu machen, starteten sie den zweiten Song. Phineas war irgendwo, nur nicht mehr auf dieser Welt. Schmetterlinge flogen durch seinen ganzen Körper, während er tanzte, spielte und sang wie noch nie in seinem Leben. Schweiß perlte ihm von der Stirn, konnte sein erhitztes Gesicht jedoch nicht abkühlen. Der Alkohol machte ihn mutig, so war es ihm egal, dass er nur Ferb ansah. Nur für ihn spielte. Solange er seinen Bruder hatte, würde er klarkommen, würde er weitermachen.
  Der Moment, in welchem Ferb allein sang, verdrehte Phineas so den Kopf, dass er Probleme hatte, mit dem fehlerfreien Spiel fortzufahren. Da waren so viele Emotionen, so viel Kraft, dass er einfach staunte. Der Grünhaarige stand fest auf beiden Beinen, sodass niemand hätte ahnen können wie wackelig er eben die Treppe bestiegen hatte. Es erschien unmöglich, dass er kein professioneller Musiker war. Phineas riss sich los und entdeckte, dass die Zuschauer genauso verzaubert waren. Sie klatschten den Takt mit und einige sangen auch. Er erhaschte Isabellas Blick, der puren Stolz beinhaltete und war froh, dass sie so glücklich aussah.

„Liegt es an mir oder werdet ihr immer besser?“ Die Freunde hatten sich am Esstisch zusammengefunden. Phineas verschlang gierig eine Tüte Chips. Zu müde für Konversation entschied er, dass es nicht seine Aufgabe war, zu antworten.
  „Ihr ward grandios“, schwärmte Isabella mit all ihrer unschuldigen Ehrlichkeit. „Vor allem You are so beautiful. Liebeslieder erwärmen stets mein Herz.“
  Bei diesen Worten stand Ferb auf. „Eigentlich wollte ich eine Rauchen gehen.“ Erste andere Gäste verabschiedeten sich, sodass er zwischen ihnen verschwand.
  „Euer Auftritt war in der Tat großartig“, sagte Baljeet. „Auch wenn ich nicht alles sehen konnte, weil eine gewisse Person…“ Er warf Buford einen genervten Seitenblick zu. „…Sich übergeben hat.“
  „Ich hab dir gesagt, dass ich niemandem zum Haare zurückhalten brauche,“ gab dieser schnippisch zurück.
  „Du hast meine Schuhe getroffen!“ Baljeets Stimme war empört in die Höhe geschossen.
  Isabella kommentierte das Bier in Bufords Hand: „Solltest du nicht aufhören zu trinken, wenn du dich schon übergeben hast?“, versuchte sie den aufkommenden Streit zu schlichten.
  „Wieso? Jetzt ist doch alles aus meinem Körper“, behauptete er trinkend, wobei Bier aus den Mundwinkeln auf ihn tropfte.
  „Das ist nicht wie Biologie funktioniert“, warf Baljeet ein, was dazu führte, dass alle die Augen verdrehten und Buford ihn gefährlich anfunkelte.
  Sicherheitshalber entschied Phineas, die beiden zu trennen. Dies hatte sich in der Vergangenheit als die effektivste Methode herausgestellt, einen ernsthaften Streit zu vermeiden. Während er Buford in den Garten manövrierte, hörte er noch, wie sich Isabella über Rückenschmerzen beklagte.
  Draußen sah er sich unweigerlich nach Ferb um, der mit Holly und ein paar anderen an einem Tisch stand. Ansonsten hatte sich eine Gruppe auf die nun von Bühnenequipment freigeräumte Terrasse gesetzt. Eine verdächtig riechende Wolke umnebelte sie. Die restlichen Gäste hatten sich anscheinend ins Haus begeben. Phineas konnte verstehen wieso, die Luft war merklich kühler geworden. Er setzte Buford an die Feuerstelle und nahm gegenüber Platz.
  „Ihr nehmt mir meinen Spaß“, maulte dieser. Dann fragte er nach einer Pause in die Stille: „Warum hast du dich eigentlich nicht übergeben? Du Klappergestell verträgst nie im Leben mehr als der alte Buford.“
  Phineas überging die Beleidigung und zuckte mit den Schultern. „Der Auftritt hat mich wieder auf den Boden gebracht, schätze ich.“ Sein Gegenüber taxierte ihn skeptisch. Phineas musste schmunzeln. Buford war angeschlagener, als es auf den ersten Blick den Anschein hatte. Leicht hingen die breiten Schultern, die Hose war runtergerutscht und die Haare verklebt.
  „Ich dachte wirklich ich würde heute jemanden kennenlernen.“ Ein Blick auf die Uhr und die damit verbundene Feststellung, dass es spät war, verleitete ihn zu dieser Aussage. Lange würde die Party nicht mehr gehen. Buford fand einen Becher auf dem Boden stehen, dessen restlichen Inhalt er hinunterkippte.
  „Lass uns weiterfeiern“, schlug er dann begeistert vor. Sein Beobachter musste bei dem Anblick einen kurzen Würgereiz unterdrücken. Phineas spürte, wie sehr sein Körper nach Erholung lechzte und doch musste er es wissen. Er war so froh über die Wirkung des Alkohols, denn auch wenn nicht mehr alles so verschwommen war, hätte er sich nüchtern niemals getraut diese Frage zu stellen: „Wohin gehst du, wenn du jemanden kennenlernen willst?“
  Buford schien erst gar nicht wahrzunehmen, dass Phineas gesprochen hatte. Ohne aufzublicken, antwortete er dann: „Ich habs ein paar Mal in College-Bars versucht, aber die merken schnell, dass ich zu jung bin.“
  „Und es gibt nichts anderes, wo man hingehen kann?“ Phineas Herz raste. Für einen weiteren Becher Bier würde er jetzt viel geben. Machte er sich zu verdächtig? Der andere sah kurz auf, bemerkte jedoch nicht wie nervös, ja gar verzweifelt, die Nachfrage geklungen hatte. Er ließ sich Zeit mit Nachdenken.
  „Da gibt es einen Ort, von dem ich nur gehört habe, irgendwo Downtown: Das Rohrbruch. Es hat den Ruf, Einsamen Freude zu verschaffen. Dort soll es Leute geben, die es mit jedem machen.“ Er ließ eine bedeutungsvolle Pause. „Du weißt schon: Mit Frauen und mit Männern.“ Belustigt schüttelte er den Kopf. „Angeblich gibt es dort sogar Experten für Jungfrauen. Aber so verzweifelt bin ich lange nicht.“ Schallend lachte er in die Nacht hinein.

Eine halbe Stunde später kam die große Aufbruchswelle. Taxen wurden bestellt und die, die noch fahren konnten, nahmen Freunde und Bekannte mit. Buford stieß beim Hinausgehen hart gegen den Türrahmen, sodass sie Wetten über die Größe des blauen Fleckes abschlossen und Ferb zwinkerte seinem Bruder verschwörerisch zu und verabschiedete sich mit den Worten: „Wir sehen uns auf der anderen Seite.“ Auch er war alles andere als sicher auf den Beinen, doch im Vergleich fiel es weniger auf. Es fühlte sich seltsam an mit Isabella zurückzubleiben, in diesem fremden Haus.
  Sobald die Tür zugefallen war, brachte Holly die Übernachtungsgäste nach oben. Müdigkeit und Alkohol zwangen Phineas sich am Geländer festzuklammern. Der Aufstieg kam ihm ewig vor. Würde er als ein anderer zurückkehren? Isabella griff nach seiner Hand, was den Gang sofort erleichterte. Wie durch Magie, schien sie ihm die Schwere wegzunehmen. Er lächelte sie verliebt von der Seite an. Unsere Nacht. Jetzt ist es soweit.
  Vor der Zimmertür wünschte die Gastgeberin ihnen mit einer herzlichen Umarmung eine gute Nacht, bevor sie mit einem jungen Mann vom College – ihrem Freund? – verschwand. Phineas drückte die Klinke und betrat den Raum. Wie sollte er sich verhalten? Sollte er sich direkt auf das Bett setzen? Oder ganz unverfänglich umziehen? Er atmete tief durch und fing Isabellas liebevollen Blick auf. Sie strahlte eine unwirkliche Eleganz und Entspannung aus. Sanft strich sie ihm über den Rücken und hauchte: „Ich bin eben im Badezimmer, bis gleich.“ Sie schien aus dem Raum zu schweben.
  Mit geröteten Wangen setzte er sich und zog die Schuhe aus. Beim Runterbeugen wurde ihm der Schwindel wieder gewahr, sodass er dankbar nach der Flasche Wasser auf dem Nachttisch griff. Er setzte erst ab, nachdem Isabellas atemberaubende Erscheinung durch die Tür kam. Fast verschluckte er sich bei ihrem Anblick. Sie hatte das Kleid ausgezogen und gegen einen seidenen Bademantel ausgetauscht, der mehr Haut offenbarte, als verdeckte. Phineas erhaschte den Blick auf rosa Unterwäsche. Milder Blumenduft hing an ihr. Das war genau was er gebraucht hatte. Er ließ alle Hemmungen fallen, vergaß Angst und Nervosität und umschlang Isabella. Ein leidenschaftlicher Kuss entsprang zwischen ihren Lippen und verteilte eine prickelnde Gänsehaut auf den zwei Körpern. Irgendetwas, das sie in der Hand gehalten hatte, fiel auf den Boden. Ihre rechten Finger lagen in seinem Nacken, die andere Hand strich durch sein Haar.
  „Zieh endlich Ferbs Shirt aus“, befahl sie.
  Mit einer gezielten Bewegung befreite er sich davon. So schnell waren sie nie zuvor gewesen. Hitze stieg in ihm auf und versetzte ihn in Rausch. Ohne lange zu überlegen, drückte er die Zunge in ihren Mund. Er brauchte das jetzt. Oh Gott, er war so hungrig nach Nähe! Mühelos zog er sie auf das Bett. Die Schleife des Bademantels hatte sich gelöst, sodass nun Haut auf Haut traf. Isabella stieß einen überraschten Laut aus, als sie plötzlich auf ihm lag. Ihr „ich liebe dich“ spürte er tief in seinem Bauch warme Wellen schlagen. Isabella war überall weich. Phineas spürte ihre glattrasierten Beine an seiner Seite. Ein Vorhang aus schwarzem Haar schirmte beide Gesichter vom Rest der Welt ab, während sich die Körper wieder und wieder aneinanderdrückten. Einen Hauch von Wein konnte er auf ihren Lippen schmecken. Nach einem minutenlangen Kuss richtete eine atemlose Isabella sich auf und versuchte, den Verschluss ihres BHs zu öffnen. Dem jungen Mann blieb bei diesem Anblick die Luft weg. Kurz bemerkte er, dass die Finger seine Freundin zitterten, aber dann streifte sie den Stoff ab und zwei schöne Brüste ließen ihn alles vergessen. Vergangenheit, Zukunft, Ferb – nichts außer dem Hier und Jetzt spielte eine Rolle.
  Zuerst traute er sich nicht sie anzufassen, mit einer Berührung die Perfektion zu zerstören, doch Isabella führte ihn dorthin, drückte seine Handfläche gegen ihr Fleisch. Wie war es möglich, dass die Haut dort noch weicher war? Bestimmt presste er sie nach hinten und begab sich in die obere Position. Phineas küsste ihre süßen Grübchen, von da ihren Hals hinab, verweilte am Schlüsselbein und machte einen Abstecher zu den Achseln. Einige Küsse waren schnell und sanft, manche fest und saugend, aber nie so, dass sie Abdrücke hinterließen. Seine Sorge, dass es ihr nicht gefallen könnte, wurde von ihrem lauten Stöhnen weggefegt sobald er die Brüste erreichte. Plötzlich fühlte er wie ihr Bein an seiner Hose rieb und er fiel in das Stöhnen ein. Er kuschelte sich neben den Frauenkörper und sie verschränkten ihre Beine aufwendig.
  Sie küssten sich nicht mehr, sie lagen nur da und beobachteten genau jede Reaktion auf die wandernden Finger. Seine Hände lagen auf ihrer Brust und unter ihrem Kopf, während sie alles genau erkundete. Er fürchtete bald, dass er es nicht mehr lange aushalten würde. Doch konnte sie das auch spüren? Sollte er sie irgendwie warnen? Sein Zustand ließ kein Abwägen mehr zu. Niemals zuvor hatte ihn jemand so berührt. Weil ich es bisher nicht zugelassen habe. Er bereute kein Bisschen, dass es jetzt geschah. Dies war der Moment, auf den er gewartet hatte. Wovor genau er sonst immer Angst gehabt hatte, wusste er gar nicht mehr.
  „Ich will mit dir schlafen“, brachte er mit rauer Stimme hervor, nachdem ihm der Satz schon zwei Mal unausgesprochen durch den Kopf gegangen war. Isabella, die gerade dabei gewesen war, seinen Knopf zu öffnen, hielt inne. Ein trauriger Ausdruck war in ihr Gesicht eingekehrt.
  „Oh Phin, ich dachte. Es tut mir wirklich leid.“ Was geht hier vor? Unverständig rückte er zurück und streifte ihre Hand ab. Er fühlte sich als wäre er gerade Zeuge eines Autounfalls geworden. Eine Sekunde des Schocks.
  „Die Bauchschmerzen gestern, mein versteifter Rücken…“, fuhr sie fort. „Ich hab meine Periode bekommen.“
Nein.
Nein! Nein! NEIN!
  Das ging nicht! Das konnte nicht wahr sein! Dabei war er bereit gewesen. Endlich hatte er es gewollt. Scherben, immer nur Scherben, ging es ihm durch den Kopf. Wut auf Isabella keimte in ihm auf. Wieso hatte sie es ihm nicht gesagt, im Gegenteil ihn sogar verführt? Unsanft drückte er ihre Hände weg, die ihn in eine Umarmung ziehen wollten, und rannte ins Badezimmer. Dort schloss er ab und setzte sich auf die Toilette. Er wollte weinen, doch konnte er es nicht.
  Er fror.
  Auf dem Vorleger lag etwas Weißes. Es war ein Zettel, der ihm anscheinend aus der Hosentasche gefallen war. Darauf stand eine Telefonnummer und der Name „Chris“.

* „I want to Break free“ von Queen

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