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Krähenherz – Am Abgrund tanzen
Langsam wie eine ölige Flüssigkeit sickert die Erkenntnis in mein Bewusstsein: Lucanis und ich haben uns beinah geküsst. Doch er ist geflohen. Meine Kniee sind so weich, dass ich mich an der Wand hinter mir festhalten muss. Ich schließe die Augen und gehe die letzten Minuten im Kopf durch.
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Krähenherz – Scheitern
Was für ein Tag! Ich sacke unkontrolliert auf dem Boden meines Zimmers zusammen, lasse mich von Hitze und Kälte, von Erschöpfung und Enttäuschung ungefiltert durchfluten. Meine Zunge fühlt sich erdig an. Bestimmt habe ich mehr herumfliegenden Dreck geschluckt, als ich wissen will. Mein Stiefel hat sich festgesogen, sodass ich ihn mit beiden Händen packen und…
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Krähenherz – Ein unwirtlicher Ort
Jetzt allerdings stehen wir beinah zögerlich vor dem großen Spiegel am Ende der Insel. Vorsichtig, so als wäre das hier eine Falle, drehe ich mich um die eigene Achse. Wie einbalsamierte Tote stehen die Statuen um uns herum. Ich muss den Kopf in den Nacken legen, um ihre eingefallenen Gesichter zu sehen, geformt aus schwarzem…
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Krähenherz – Eintopf und Schnaps
„Sagt einfach, wenn ich mich revanchieren soll“, meint Lucanis, bevor ich die richtigen Worte finden kann. „Letzte Nacht war mit Abstand die beste Nacht, die ich seit über einem Jahr hatte.“ Die Sanftheit seiner Stimme lässt meine Knie weich werden und dann ist sie wieder da: diese seltsame Spannung zwischen uns.
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Krähenherz – Chaos
Draußen spült der Regen das Blut fort, aber er kann die allgegenwärtige Atmosphäre des Todes nicht mitnehmen. Ich wende meinen Blick ab, weg von den Galgen, die sich unter den toten Körpern bereits durchbiegen, weg von den Karren verbrannter Leichen und den furchterfüllten Augen am Wegesrand. So viel Not, so viel Zerstörung
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Die Vorratskammer
Seit dem gemeinsamen Kaffeetrinken hat sich Lucanis in Rooks Gedanken geschlichen. Eine Nebensächlichkeit, eine Schwärmerei, für die unter den aktuellen Umständen keine Zeit sein sollte. Doch immer wieder zieht es hen an diesen einen Ort. Eine Geschichte über Unsicherheit, Gefühle und das Warten.
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Acht Monate – April
Da war so viel Selbstbewusstsein in Amits Stimme, dass ein warmer Schauer durch Lionel fuhr. Die braunen Augen blickten ihn kraftvoll an. Mehr Erinnerungen fluteten ihn, angefangen mit den ersten ereignisreichen Monaten in Hogwarts, gefolgt von dem, was danach kam. Er war wirklich vom Glück gesegnet.
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Acht Monate – März
Er musste daran denken, wie sie zusammen in der Bibliothek gesessen hatten. Ihre ersten gemeinsamen Stunden. Er hatte Amit von Beginn an gemocht. Dass sie jetzt hier standen und zusammen in die Zukunft blickten machte ihn unbeschreiblich glücklich. Er wusste nicht, womit er das verdient hatte.
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Acht Monate – Februar
Seine Lippen waren warm und hungrig. „Was machst du nur mit mir?“, keuchte Amit. Lionel konnte ihm leider keine Antwort geben. Er hoffe, dass es dasselbe war, was der andere in ihm auslöste. Aber auch ohne es in Worte fassen zu können, bedeutete ihm dieses Gefühl alles.
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Acht Monate – Januar
Er hörte Amits Stimme bevor er ihn sehen konnte und es ließ sein Herz beinah zerspringen. Um ihn herum erzählten die Mitschüler und Mitschülerinnen von Schnee und Weihnachtsbäumen, doch nur einer sprach über die Sterne. Ungeachtet der Massen, die von hinten drängelten, beugte er sich über das Geländer und erhaschte einen Blick auf den schwarzen…