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Krähenherz – Nur für Euch
Gerne wäre ich die Inspiration, von der Bellara gesprochen hat. Im Moment bin ich allerdings nur wütend. Es scheint einfach kein Ende zu haben. Es fühlt sich an, als würden wir seit Wochen im Dunkeln tappen, während die Gegenseite die Welt mehr und mehr brennen lässt. Wir müssen diese Leute retten.
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Krähenherz – Gefangen
„Die Wahrheit ist, dass ich es ohne Euch nicht mehr lange ausgehalten hätte. Vielleicht ein paar Wochen oder Monate, doch … Dieser Ort bricht jeden irgendwann.“ „Aber es ist nicht passiert. Ihr seid entkommen. Ihr seid sicher.“ Er nickt zerstreut. Dann sieht er mich direkt an. „Rook, was ist das hier für Euch?“
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Krähenherz – Ein Abend für uns
Wer kann schon sagen, ob wir erneut die Gelegenheit für einen ausgelassenen Abend haben werden? Wir sollten jede sorgenfreie Sekunde nutzen. Seit Wochen lässt mich das Gefühl nicht los, dass wir uns auf eine böse Überraschung zubewegen. Mit den Zähnen entkorke ich die Flasche.
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Krähenherz – Geflüsterte Worte
Ich kann den Moment sehen, in dem Lucanis zu verstehen beginnt; in dem Wut, Furcht und Leid zusammen mit der schmerzvollen Wahrheit ein Band knüpfen, das die alten Wunden aufreißt und blanken Hass zurücklässt. Es fühlt sich nicht gut an, recht zu behalten.
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Krähenherz – Eine weitere einsame Nacht
Frustriert lege ich mich auf den Rücken, aber die Sterne geben keine hilfreiche Antwort. Immerhin sieht man im Wald einen richtigen Nachthimmel. Wie gerne würde ich einfach die Augen schließen, mich von der Dunkelheit verschlucken lassen und hier und jetzt einschlafen.
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Krähenherz – Blut, Rache und geheime Küsse
„Wie?“, fragt er, ohne mich wahrzunehmen. Sein Kopf schießt in die Höhe, sucht nach Anhaltspunkten, dem Hauch etwas Bekanntem. Mein Atem geht in heftigen Stößen. Ich kann seine Lippen noch fühlen. Sein Knie ist zur Seite gerutscht, sodass er jetzt auf mir sitzt.
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Krähenherz – Am Abgrund tanzen
Langsam wie eine ölige Flüssigkeit sickert die Erkenntnis in mein Bewusstsein: Lucanis und ich haben uns beinah geküsst. Doch er ist geflohen. Meine Kniee sind so weich, dass ich mich an der Wand hinter mir festhalten muss. Ich schließe die Augen und gehe die letzten Minuten im Kopf durch.
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Krähenherz – Scheitern
Was für ein Tag! Ich sacke unkontrolliert auf dem Boden meines Zimmers zusammen, lasse mich von Hitze und Kälte, von Erschöpfung und Enttäuschung ungefiltert durchfluten. Meine Zunge fühlt sich erdig an. Bestimmt habe ich mehr herumfliegenden Dreck geschluckt, als ich wissen will. Mein Stiefel hat sich festgesogen, sodass ich ihn mit beiden Händen packen und…
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Krähenherz – Ein unwirtlicher Ort
Jetzt allerdings stehen wir beinah zögerlich vor dem großen Spiegel am Ende der Insel. Vorsichtig, so als wäre das hier eine Falle, drehe ich mich um die eigene Achse. Wie einbalsamierte Tote stehen die Statuen um uns herum. Ich muss den Kopf in den Nacken legen, um ihre eingefallenen Gesichter zu sehen, geformt aus schwarzem…
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Krähenherz – Eintopf und Schnaps
„Sagt einfach, wenn ich mich revanchieren soll“, meint Lucanis, bevor ich die richtigen Worte finden kann. „Letzte Nacht war mit Abstand die beste Nacht, die ich seit über einem Jahr hatte.“ Die Sanftheit seiner Stimme lässt meine Knie weich werden und dann ist sie wieder da: diese seltsame Spannung zwischen uns.