Krähenherz – Eine weitere einsame Nacht

7. Eine weitere einsame Nacht

Content Notes

In dieser Geschichte werden Themen wie Blut, Tod, Selbstzweifel und sexuelle Inhalte erwähnt. Möglicherweise eignet sie sich deshalb nicht für jede lesende Person.

Das spärliche Licht taucht den Meditationsraum in einen ungewöhnlich grünen Schimmer. Mit angezogenen Knien beobachte ich die Fischschwärme vorbeiziehen, wieder und wieder. Die schier unendlichen Kreise sollten mich beruhigen, doch der Gedanke an Schlaf behagt mir nicht.
Lucanis wird sich melden, wenn er bereit ist, über die heutigen Ereignisse zu sprechen. Aber das macht das Warten nicht erträglicher. Mir vorzustellen, wie er mit seinen selbstzerstörerischen Gedanken allein in der Vorratskammer hockt, ist kaum auszuhalten.
Ich löse den Blick vom Aquarium und fahre die Falten meiner Hose nach. Die blaue Farbe ist so klar, ganz anders als all das Blut in diesem verfluchten Becken. Es hat sich restlos abwaschen lassen, als wäre mit Zaras auch der letzte Rest ihrer Magie gestorben. Wie konnte Illario ihr so leicht den Rest geben? Und das mit bloßen Händen?
Lange starre ich auf meine eigenen Finger. Auch sie haben bereits einige Leben ausgelöscht. Zwar niemals leichtfertig oder unüberlegt, aber ich bin nicht sicher, ob mich das zu einem besseren Elfere macht. Die meisten Konflikte, in die wir geraten, lassen sich zu meinem Bedauern nicht mit Worten lösen. Um in unserer Welt zu überleben, muss man Stahl, Pfeile oder Magie sprechen lassen können. Und ich möchte sehr gerne noch etwas leben. Selbst wenn es nur gerade lange genug ist, um den Göttern entgegenzutreten – und Lucanis ein letztes Mal in die Augen zu sehen.
Womit er gerade wohl im Moment die Zeit totschlägt? Vielleicht sollte ich … Nein. Ich muss den Kopf irgendwie frei bekommen. Es gäbe da eine Möglichkeit. Sie ist riskant und gewissermaßen unvernünftig. Ach, was soll mir schon passieren? Auch wenn ich mich im Leuchtturm wohl fühle und er mir zu einer neuen Heimat geworden ist, fehlt mir der Wald. Schon früher bin ich durch die Bäume gewandert, wenn ich nicht schlafen konnte. Am liebsten habe ich mich an den nächsten Fluss gesetzt und den Lauf des Wassers beobachtet.
Ich werfe mir den federbesetzten Ledermantel über und schleiche zur Bibliothek. Es spielt keine Rolle, welche Gefahren zu dieser Stunde im Arlathan lauern, ich muss in die Natur. Nur zwei Treppen und ich kann schon fast die Waldluft riechen. Vorsichtig werfe ich einen Blick über das Geländer, niemand hat dort unten auf mich gewartet, und drehe mich zum Treppenabsatz. Im selben Augenblick tritt ein verschlafener Emmerich aus dem Gang zu seinem Zimmer, sodass wir fast zusammenstoßen. 
„Oh.“ Er braucht etwas, um mich vollständig zu erkennen. „Rook, das tut mir aufrichtig leid“, entschuldigt er sich und macht mir Platz.
Mir fällt die gestreifte Schlafmütze auf seinem Kopf auf, während er zeitgleich meinen Mantel bemerkt. Es ist nur eine Frage von Sekunden, bis er den richtigen Schluss zieht. Ich werde nicht enttäuscht. Die Augen meinen Pupillen meines Gegenübers weiten sich.
„Ich möchte nicht unhöflich sein, aber haltet Ihr einen nächtlichen Ausflug für weise?“ Er schaut Richtung Hoftür. „Und noch dazu allein.“
Ich seufze leise. „Emmerich, macht Euch keine Sorgen. Ich möchte nur kurz in den Wald.“
Unerwartet blitzt Verständnis in seinen Augen auf. „Ihr vermisst es, nicht wahr? Das Leben als Dalish.“
„Manchmal“, gebe ich zu. Auch wenn das nicht der eigentliche Grund ist, hat sich mein Leben tatsächlich radikal gewandelt, als ich mich der Jagd nach Solas angeschlossen habe. Seit die Götter entkommen sind, ist wiederum alles verändert. Unser Ziel ist wichtiger, ja dringlicher geworden, dieses Warten jedoch, dieser gefühlte Stillstand, ist nicht immer leicht auszuhalten – trotz der Aufgaben, die wir täglich erledigen.
Ich merke, dass ich zu lange in die Leere gestarrt habe. Mein Kopf braucht definitiv Erholung.
„Mir wird nichts passieren“, versichere ich dem Professor erneut und betrete die Treppenstufen. Wenn wir weiter diskutieren, wecken wir wohlmöglich Taash auf. Und ich möchte mich ungern ein zweites Mal erklären müssen.
„Seid Ihr Euch sicher, dass Ihr keine Gesellschaft braucht?“ Emmerich hat die Hand auf meine Schulter gelegt.
Erneut blicke ich zur Schlafmütze, die perfekt zu seinem Morgenmantel passt. Der Bommel am Ende wackelt bei jeder Bewegung lustig. Ich bin gerührt. Wahrscheinlich ist Emmerich mit voller Blase aufgewacht und kann sich nichts Besseres vorstellen als schnellstmöglich wieder in sein warmes Bett zu kommen, und dennoch hat er keine Sekunde überlegt, mir zur Seite zu stehen.
Ich nicke freundlich. „Wir haben genug Leute, die Probleme mit dem Schlafen haben. Ich möchte nicht dafür verantwortlich sein, dass Ihr bald dazugehört.
Aber danke, Emmerich.“

Die Aussicht auf die Ruinen ist selbst jetzt atemberaubend. Wie Nordlichter tanzt die alte Magie sichtbar zwischen den Gebäuderesten, die sich an den Berg schmiegen, während die Wasserfälle unter mir rauschen.
Ein Wachposten kommt mir mit einer Fackel entgegen und lässt mich zum Glück passieren, sobald er mich erkennt. Ich gebe ihm Bescheid, dass ich in einer Stunde zurück sein werde, und lasse das schlafe Lager schnell hinter mir. Meine Zeit bei den Schleierspringern erscheint mir rückblickend seltsam kurz. Dabei klang die Idee sinnvoll, Elfenruinen zu durchstreifen und dabei Artefakte zu bergen. Doch was habe ich überhaupt gelernt? Mein Wissen kommt nicht annähernd an Bellaras heran und keine aufkeimende Freundschaft übersteht diese monatelange Distanz. Nach allem, was passiert ist, glaube ich kaum, dass ich zurückkommen werde. Die Schleierspringer haben sich weiterentwickelt – ebenso wie ich.
Das Wasser am Steg ist ruhig und ich bin überrascht, auf keine kampflustige Fauna zu stoßen. Ich nehme die nächtliche Stille tief in mich auf. Gelegentlich raschelt etwas im entfernten Unterholz oder ein Vogel meldet sich zu Wort, ansonsten umgibt mich bloß sanftes Knarzen und das leichte Rauschen des Windes.
Obwohl ich nicht so weit laufen wollte, finde ich mich hinter dem alten Aquädukt am Rande des Sumpfes wieder. Statt dem Pfad weiter zu folgen, lasse ich mich am Ufer nieder, gegenüber der Insel, zwischen deren efeubewachsenen Bögen eine mysteriöse Truhe steht. Irgendwo hinter mir höre ich die Hufe einiger Halla und frage mich, was sie aufgeschreckt haben mag, doch nichts nähert sich meinem Platz.
Das Licht meines Orbs, mit dem ich mir den Weg erleuchtet habe, bricht sich im Wasser wie tausend purpurne Sterne und lässt mich an Bosheit denken. Auch er wollte nicht Ossarium sein – hat Lucanis es nicht so ausgedrückt? Und jetzt ist er weiterhin gefangen, in einem Körper, der nicht seiner ist und den er nur bedingt kontrollieren kann. Ich verstehe, woher diese unbändige Wut in ihm kommt. Teile davon trägt auch Lucanis mit sich. Aber wie gefährlich ist der Dämon wirklich? Würde er sich gegen uns wenden, so wie er es gegen Illario getan hat? Etwas in mir ist sich schmerzhaft sicher, dass er das mit dem Überfall im Musikzimmer bereits getan hat.
Ich greife einen flachen Stein und befreie ihn von Erdresten, bevor ich ihn ins Wasser werfe. Wovor genau fürchte ich mich eigentlich? Es hat sich jedenfalls nichts daran geändert, dass ich keine Angst davor habe, von Bosheit verletzt zu werden. Dennoch scheint etwas anders zu sein. Müssen wir uns jetzt daran gewöhnen, mehr von Bosheits Ausbrüchen zu sehen? Auf lange Sicht wird das Lucanis brechen.
Ich könnte sogar verstehen, wenn er uns deshalb verlassen würde. Er denkt darüber nach, das kann ich ihm ansehen. Wenn er eines Tages zu dem Entschluss kommt, eine zu große Gefahr für uns alle zu sein, wird ihn seine Ehre als Krähe bei uns halten können? Ich werde Bosheit kaum ein zweites Mal mit einem Kuss vertreiben können. Nur, was kann ich dann überhaupt tun?
Frustriert lege ich mich auf den Rücken, aber die Sterne geben keine hilfreiche Antwort. Immerhin sieht man im Wald einen richtigen Nachthimmel. Wie gerne würde ich einfach die Augen schließen, mich von der Dunkelheit verschlucken lassen und hier und jetzt einschlafen.
In der Ferne erklingt das schrille Kreischen eines Monsters und ich verwerfe die Idee schnell. Wahrscheinlich sollte ich mich auf den Rückweg machen, bevor Emmerich vor Sorge den halben Leuchtturm weckt oder die Schleierspringer einen Suchtrupp losschicken. Ich möchte Strife keinen weiteren Grund geben, mir zu misstrauen, doch ich bin nicht ganz bereit, wieder in die Realität zurückzukehren. Es fühlt sich weiterhin an, als wäre ich nicht vollständig ich selbst, als hätte ich einen Teil von mir in der Kirche mit Zara gelassen.
Wieso musste es so enden? Wieso musste Illario unbedingt eingreifen? Es war schon seltsam genug, dass er auf den Dächern vor der Kirche gewartet hat, obwohl Lucanis ihn nicht in unseren Plan eingeweiht hatte. Habe ich mir das eingebildet oder wollte er Zara so schnell wie möglich zum Schweigen bringen? Es wirkte sogar so, als würde sie ihn wiedererkennen. Verdammt, ich habe diesem Kerl nie vertraut. Dafür war er immer etwas zu sehr bemüht, Lucanis von seinen Nachforschungen in Treviso abzubringen. Sollte sich herausstellen, dass er es war, der Lucanis verraten hat, wird er nicht mehr vor mir sicher sein.
Es ergibt leider etwas zu viel Sinn. Illaro, der jüngere, immer an zweiter Stelle, nie gut genug – und plötzlich bietet sich eine Gelegenheit dieses Unrecht auszugleichen. Für viele reicht das aus, um mit den Venatori gemeinsame Sache zu machen.
Sicherlich ist Lucanis dieser Gedanke ebenfalls gekommen. Blutmagie ist nichts, mit dem man eines Tages aufwacht, sie ist eine Entscheidung. Und was Illario gegen Bosheit eingesetzt hat, war definitiv Blutmagie. Es ist angesichts dieser Fakten hart, optimistisch zu bleiben. Wie gerne würde ich das Geschehene mit einer Umarmung wiedergutmachen. Ich würde Lucanis so lange festhalten, bis sich Stein um Stein die Mauer seines Selbstwertes wieder aufgebaut hat, und dann wären wir gemeinsam unbesiegbar. Ist Vertrauen nicht auch eine Entscheidung? Dann wähle ich, an Lucanis zu glauben.
Ein Knacken hinter mir lässt mich auffahren. Etwas ist ganz nah. Ich bewege den Orb, um bessere Sicht auf den Pfad zu haben. Bestimmt ist es eines dieser Viecher aus dem nahen Nest, das ich auf dem Weg hier her umgangen bin. Vielleicht hat es auf der Suche nach einem nächtlichen Snack meine Witterung aufgenommen.
Ich höre es näherkommen. Leise ziehe ich den Dolch und mache mich für einen Überraschungsangriff bereit. „Ich muss dich leider enttäuschen. Ich bin nicht deine Beute.“
Etwas antwortet und zuerst kann ich das Geräusch nicht zuordnen, dann wird mir klar, dass es Lachen ist. Menschliches Lachen. Bevor ich wirklich begreife, was vor sich geht, tritt Lucanis aus den Schatten.
„Eigentlich schade“, meint er mit einem schiefen Lächeln.
Ich blinzle, lasse ihn näherkommen und die Hand mit dem Dolch herunterdrücken. Automatisch führe ich die letzte Bewegung aus und stecke die Klinge weg. In seinen Augen spiegelt sich das magische Licht wider und seine Hände hinterlassen ein erwartungsvolles Kribbeln auf meiner Haut.
„Fast hätte ich Euch angegriffen“, bringe ich von seinem plötzlichen Auftauchen überwältigt hervor. Mit seiner bloßen Anwesenheit hat Lucanis es geschafft, meine Sorgen wie ein Sandkorn im Wind wegzuwehen. Ich habe diese Leichtigkeit nicht erwartet. Aber, verdammt, ich habe sie gebraucht. „Wartet. Was meint Ihr mir ‚schade‘?“, komme ich langsam in der Realität an.
„Ihr sagtet, dass Ihr keine Beute seid“, beginnt er, als wäre das irgendeine Erklärung. „Was schade ist, da ich wirklich gehofft hatte, Euch hier zu erwischen.“
Dieser fröhliche Lucanis überfordert mich, was mein Herz nicht daran hindert, bis zum Hals zu schlagen. Plötzlich fühlt es sich so an, als hätten wir uns jahrelang nicht berühren können, und alles weggeschobene Verlangen bricht über mich herein.
„Und was passiert, wenn ich mich Euch ergebe?“
„Was ich schon den ganzen Tag tun wollte.“
Er umfasst meinen unteren Rücken und zieht mich an sich. Ich kann immer noch nicht glauben, wie weich seine Lippen sind, schmecke Kaffee und Sehnsucht. Meine Finger haben einen Weg in sein Haar gefunden, krallen sich daran fest, damit ich nicht den Boden unter den Füßen verliere. Ein Oberschenkel schiebt sich zwischen meine Beine und jetzt verabschiedet sich mein Gleichgewicht wirklich. Ich muss mich kurz lösen, um mich fester auf meine Füße stellen. Ich kann kaum Luft holen, da hat er mich wieder nähergezogen. Unsere Nasen drücken gegeneinander, spielen einen Moment in der Erwartung, dass der andere jede Sekunde abbrechen wird, damit sich endlich unsere Lippen wieder schmecken können. Lucanis‘ Hände sind überall, hinterlassen Wellen der Wärme, die zu einem reißenden Fluss werden, bis ich es nicht mehr aushalten kann und seinen Mund mit meinem umschließe.
Unsere Zungen berühren sich zum ersten Mal und ich stöhne, ohne mich von ihm zu lösen. Lucanis wird forscher, drückt mich noch fester an sich heran, sodass ich die Härte zwischen seinen Beinen spüren kann. Ich wusste, dass dieser Mann mich um den Verstand bringen wird.
Meine rechte Hand hat sich vorsichtig auf seinen Hintern gelegt, während er Küsse auf meinem Hals verteilt. Es ist mir egal, ob es ein Liebesmal hinterlässt, er soll bloß nicht damit aufhören. Unsere Lippen finden sich erneut, diesmal so zügellos, dass unsere Zähne gegeneinanderstoßen. Ich verziehe kurz das Gesicht.
„Ist alles in Ordnung?“, erkunde ich mich und werde glücklicherweise mit einem Nicken belohnt.
Mit leicht errötet Wangen ergreift er meine Hände. „Wisst Ihr eigentlich wie schwer es ist, neben Euch herzulaufen und das hier nicht tun zu dürfen?“ Er ist außer Atem.
„Ich habe da so eine Ahnung“, antworte ich, ohne dass es ausdrücken könnte, wie unbeschreiblich froh ich über seine Worte bin. Er ist so gut darin, seine Gefühle zu verstecken, dass ich dachte, es fiele ihm leicht, ohne Zärtlichkeiten auszukommen.
Ich möchte ihm einen Kuss auf die Wange geben, doch er fängt mich ab und dreht meinen Kopf, sodass ich seine Lippen treffe. Seine Daumen streichen die Linie meines Kiefers nach, wandern den Hals herunter und verhaken sich in meinen Nacken. Lucanis sieht mich an.
„Rook, Ihr seid wirklich schön. Hat Euch das schon mal jemand gesagt?“
Ich fühle mich wie in Trance. Weil mir keine Antwort einfällt, lächle ich ihn an.
Er löst die Hände von meinem Nacken, aber nicht ohne ein letztes Mal mit dem Handrücken über meine Wange zu streichen. „Wir sollten langsam zum Leuchtturm zurückkehren. Ich denke, es wird Zeit, dass ich meinen Teil unserer Abmachung erfülle.“
Mein benebeltes Gehirn versteht nicht, worauf er anspielt.
„Was meint Ihr?“
„Glaubt mir, ich habe nicht vergessen, dass ich Euch noch ein paar Stunden Aufpassen an Eurem Bett schulde. Wenn Ihr möchtet, kann ich dabei auch Eure Hand halten.“
„Habt Ihr das nicht bereits getan?“
„Rook, wollt Ihr mein Angebot wirklich ausschlagen?“
Ich ergreife seine ausgestreckte Hand, denn ich habe mich längst entschieden, so viel Zeit wie mir nur möglich ist, an seiner Seite zu verbringen. Zara und Bosheit und all die Probleme sind im Augenblick nicht wichtig. Wir können an einem anderen Tag darüber reden. Jetzt zählt nur, dass Lucanis an meiner Seite ist und ich an seiner.
„Lasst uns noch etwas bleiben.“ Irgendetwas muss er den Schleierspringern und vielleicht Emmerich erzählt haben. Jetzt wissen sie, dass ich nicht mehr allein bin. Zwei erwachsene und durchaus kampferprobte Personen werden sich nicht so leicht von der nächsten Kreatur in Stücke fetzen lassen.
Allerdings hätte ich nichts dagegen, wenn Lucanis mir die Roben vom Leib reißen würde. Wir könnten in dieses Wasser springen und ich würde zulassen, dass er jeden Zentimeter meines Körpers genau erkundet. Eigentlich wäre dafür nicht mal Wasser nötig. Es genügt auch, hier am sicheren Ufer zu bleiben. Ich setze mich wieder und verfolge die schwebenden Magiereste zwischen den Bäumen. So viel Geschichte. Und wir schreiben gerade unsere eigene.
Wir verweilen nebeneinander, schweigen und schweigen nicht. Ich habe den Kopf auf Lucanis Schulter gelegt, sodass seine Haare meine Wange kitzeln. In diesem unwirklichen Licht wirken sie rabenschwarz. Eine Kröte lässt sich in der Nähe nieder und belebt die Nacht mit ihrem Quaken, während sein Daumen unaufhörlich Kreise auf meiner Haut zieht. Sekunden werden zu Minuten und bald verliere ich jegliches Zeitgefühl.

Quelle: Screenshot Dragon Age: The Veilguard

Hinterlasse einen Kommentar